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KERAZUL Keratin Treatment im 3-Monats-Test: Meine ehrlichen Erfahrungen (Vorher-Nachher)

In Foren und auf TikTok wird KERAZUL als Geheimtipp gegen Frizz gehandelt. Ich habe das Keratin Treatment über drei Monate getestet – hier sind meine ehrlichen Erfahrungen mit Vorher-Nachher, inklusive der Dinge, die mich genervt haben.

Lena SommerVon Lena Sommer ·
KERAZUL Keratin Treatment Vorher-Nachher: links krauses, welliges Haar, rechts glatt und glänzend

Letzten November habe ich zum ersten Mal ernsthaft über eine Keratinbehandlung nachgedacht. Ich lief an einem verregneten Morgen von meiner Wohnung in Hamburg zur U-Bahn, und noch bevor ich die erste Ecke erreicht hatte, konnte ich es auf der Kopfhaut spüren: dieses feine Kribbeln, mit dem sich meine Haare aufstellen, sobald Feuchtigkeit in der Luft liegt.

Im Schaufenster einer Bäckerei sah ich mein Spiegelbild – und da war es wieder. Der Pony, den ich zehn Minuten lang geglättet hatte, kräuselte sich schon. Der Rest stand wie eine kleine Wolke um meinen Kopf. Ich kämpfe seit meiner Jugend mit welligem, zu Frizz neigendem Haar – und in einer Stadt, in der es gefühlt an 200 Tagen im Jahr feucht ist, ist das ein täglicher Kampf.

Ehrlich gesagt ging es längst nicht mehr nur um die Haare. Es ging um dieses Gefühl, jeden Morgen 30 Minuten vor dem Spiegel zu verlieren, nur damit alles beim ersten Windstoß zunichtegemacht wird. Es ging um Verabredungen, die ich abgesagt habe, weil im Wetterbericht Regen stand. Wer wellig-krauses Haar hat, weiß genau, was ich meine.

Wenn du das hier liest, weil du „kerazul erfahrungen“ gegoogelt hast und wissen willst, ob das Zeug wirklich hält, was es verspricht: Genau in dieser Situation war ich auch. Deshalb schreibe ich diesen Bericht so ehrlich wie möglich – mit allem, was gut war, und allem, was mich genervt hat.

„Vielleicht ist KERAZUL wirklich anders …“

Skeptisch war ich trotzdem. In rund 20 Jahren hatte ich so ziemlich alles ausprobiert:

  • Unzählige Drogerie-Produkte und Anti-Frizz-Seren, die höchstens ein paar Stunden durchhielten.
  • Ein Glätteisen, das ich jahrelang fast täglich benutzt habe – bis mein Haar an den Spitzen brüchig und strohig wurde.
  • Eine Keratin-Glättung beim Friseur für rund 250 Euro, bei der mir vom Formaldehyd die Augen tränten und ich mit offenem Fenster im Behandlungsstuhl saß.

Keins davon hat mein Haar dauerhaft verändert.

Trotzdem ließ mich KERAZUL nicht los. In zwei Foren und immer wieder auf TikTok stieß ich auf Erfahrungsberichte, die verdächtig überzeugend klangen: Frauen mit einem ähnlichen Haartyp wie ich, die beschrieben, wie ihr Haar wochenlang glatt blieb – sogar bei Regen.

Also habe ich recherchiert. KERAZUL wirbt mit der sogenannten KeraSmooth³ Technology, die drei Dinge gleichzeitig schaffen soll:

  • die Haarstruktur von innen auffüllen, damit das Haar weniger Feuchtigkeit aufsaugt,
  • eine Art unsichtbare Schutzschicht bilden, die Regen und schwüle Luft abhält,
  • und mit pflegenden Ölen Glanz und Geschmeidigkeit geben, ohne das Haar zu beschweren.

Genau daran waren andere Produkte bei mir immer gescheitert – sie konnten immer nur eins davon. Ein paar Tage später habe ich abends das Komplett-Set – das Keratin-Treatment plus Clarifying Shampoo, Smoothing Shampoo und Conditioner – für rund 120 Euro bestellt. Zwei Tage später stand das Paket vor meiner Tür.

Das KERAZUL Set zu Hause: Clarifying Shampoo, Keratin Treatment, Smoothing Shampoo und Smoothing Conditioner
Mein KERAZUL Set zu Hause – alle Produkte, die ich verwendet habe.

Wie die Anwendung wirklich ablief

An einem Sonntag darauf habe ich mir den Nachmittag freigeschaufelt, alle vier Flaschen im Bad aufgereiht und angefangen. Vorweg: Die Anwendung ist deutlich aufwendiger als alles, was du sonst mit deinen Haaren machst. Wer keine Geduld für so etwas hat, sollte ehrlich zu sich sein.

  • Schritt 1: Haare zwei- bis dreimal mit dem KERAZUL Clarifying Shampoo waschen, damit wirklich keine Rückstände mehr im Haar sind.
  • Schritt 2: komplett trocken föhnen.
  • Schritt 3: das Treatment Strähne für Strähne auftragen und überschüssiges Produkt mit einem Kamm auskämmen.
  • Schritt 4: 20 Minuten einwirken lassen.

Und jetzt der Teil, den die Werbevideos gern weglassen. Während der Einwirkzeit fühlte sich mein Haar klebrig und pappig an, und es lag ein Geruch in der Luft – süßlich-chemisch, ein bisschen wie in einem Nagelstudio. Ich musste das Badfenster aufreißen. Formaldehyd ist laut Hersteller keins enthalten, geruchsneutral ist die Prozedur trotzdem nicht.

Nach dem Auftragen sah mein Haar matt und stumpf aus und klebte in Strähnen zusammen. Ich stand da und dachte nur: „Na super, wieder Geld für die nächste Enttäuschung.“
  • Schritt 5: das Haar noch einmal komplett trocken föhnen – mit dem Treatment im Haar.
  • Schritt 6: der wichtigste Schritt, das Versiegeln. Jede einzelne Strähne etwa fünfmal bei 220 °C mit dem Glätteisen durchziehen.

Beim Glätten wurde der Geruch noch mal intensiver: Bei jedem Zug stieg ein kleiner Dampfschwaden auf, dazu dieser warme, süßliche Duft. Irgendwann tat mir der Arm weh, und ich war ehrlich froh, als die letzte Partie versiegelt war. Insgesamt hat mich das Ganze knapp zwei Stunden gekostet.

Direkt danach fühlte sich mein Haar immer noch ein bisschen strohig an. Ich war kurz davor, das Set als teuren Fehlkauf abzuhaken.

Der eigentliche Wendepunkt kam erst zwei Tage später, bei der ersten Wäsche mit dem KERAZUL Smoothing Shampoo und Conditioner.

Als ich mein Haar danach trocken föhnte, konnte ich es kaum glauben: seidig glatt, glänzend, und es fiel einfach weich über meine Schultern. Kein Frizz, kein Strohgefühl. Zum ersten Mal seit Jahren sah mein Haar aus, als hätte ich gerade den Friseur verlassen.

Mein Update – so sieht es nach drei Monaten aus

Ich schreibe diesen Teil jetzt gut drei Monate später. Und der Effekt hat den Hamburger Winter mit all seinem Regen und Nieselwetter tatsächlich überstanden.

Glattes, glänzendes Haar rund drei Monate nach dem KERAZUL Keratin Treatment
Rund drei Monate später: glatt, glänzend und deutlich leichter zu handhaben.

Früher habe ich morgens ewig gestylt. Heute wache ich auf, ziehe einmal den Kamm durch – und die Haare liegen. An einem besonders schwülen Januartag, an dem sonst jede einzelne Strähne rebelliert hätte, bin ich mit glattem Haar durch den Regen zur Arbeit gelaufen. Das war der Moment, in dem ich endgültig überzeugt war.

Was mich am meisten begeistert:

  • Mein Haar glänzt stärker, bricht weniger ab und fühlt sich kräftiger an.
  • Es trocknet spürbar schneller und sieht dabei direkt glatt aus – ganz ohne Nachstyling.
  • Ich spare morgens gut 20 bis 30 Minuten.
  • Und ich gehe wieder ohne Blick auf die Wetter-App aus dem Haus.

Aber – und das ist mir wichtig – es ist keine dauerhafte Glättung. Nach etwa zehn Wochen habe ich gemerkt, dass am Haaransatz die natürliche Welle zurückkommt und an den feuchtesten Morgen ein leichter Frizz wieder auftaucht. KERAZUL entfernt die Locke nicht für immer, es glättet und bändigt sie für eine Weile. Je nachdem, wie oft du wäschst, hält der Effekt ungefähr drei Monate, dann verblasst er langsam.

Für mich ist das völlig in Ordnung: Selbst im „verblassenden“ Zustand ist mein Haar noch deutlich glatter und pflegeleichter als vorher. Ich plane gerade meine zweite Anwendung – diesmal weiß ich ja schon, was mich erwartet.

Mein Fazit: Für wen sich KERAZUL lohnt – und für wen nicht

Würde ich es wieder kaufen? Ja, ohne zu zögern. Wenn du welliges, krauses oder zu Frizz neigendes Haar hast, jeden Morgen gegen die Luftfeuchtigkeit kämpfst und bereit bist, einmal zwei Stunden zu investieren, dann ist KERAZUL für mich das Beste, was ich seit Jahren ausprobiert habe.

Ehrlich ist aber auch: Für manche ist es nichts. Wenn du eine dauerhafte, brettglatte Glättung erwartest, wirst du enttäuscht sein – der Effekt hält Monate, nicht für immer. Wenn du keine Geduld für einen zweistündigen Sonntag hast oder empfindlich auf Gerüche reagierst und kein Fenster zum Lüften hast, lass lieber die Finger davon. Und wer von Natur aus glattes, feines Haar hat, braucht es schlicht nicht.

Was den Preis angeht: Eine Keratin-Glättung beim Friseur kostet schnell ein paar Hundert Euro – und muss regelmäßig nachgemacht werden. Das komplette KERAZUL Set war ein Bruchteil davon und hat mir zu Hause ein Ergebnis gebracht, das für mich mindestens gleichwertig ist und über drei Monate gehalten hat – weniger, als mich ein einziger Friseurtermin gekostet hätte. Am Ende haben mich die vielen guten Bewertungen und vor allem der Blick in mein eigenes Bad überzeugt; wenn du gerade an genau dem Punkt stehst, an dem ich im November stand, würde ich es an deiner Stelle einmal ausprobieren.

Nach drei Monaten mit glattem Haar durch den hamburgischen Dauerregen würde ich es sofort wieder machen.

Häufige Fragen zu KERAZUL

Wie lange hält der Effekt bei dir wirklich?

Bei mir sind es jetzt gut drei Monate, inklusive eines kompletten, verregneten Hamburger Winters. Ganz ehrlich: Nach etwa zehn Wochen fing es an, am Ansatz nachzulassen. Ich würde also mit rund drei Monaten rechnen, je nach Haartyp und wie oft du wäschst – nicht mit einem halben Jahr.

Ist die Anwendung wirklich so aufwendig?

Ja. Bei mir hat der komplette Ablauf knapp zwei Stunden gedauert – vom mehrfachen Waschen bis zum Versiegeln jeder Strähne mit dem Glätteisen. Der Arm tut danach weh. Es ist absolut machbar, aber plan dir einen ruhigen Nachmittag ein und mach es nicht zwischen Tür und Angel.

Wie schlimm ist der Geruch während der Behandlung?

Deutlich wahrnehmbar. Während des Einwirkens und vor allem beim Glätten riecht es süßlich-chemisch, ein bisschen wie im Nagelstudio, und es steigt Dampf auf. Formaldehyd ist laut Hersteller keins enthalten, aber geruchsneutral ist es nicht. Ich habe die ganze Zeit mit offenem Fenster gearbeitet – das würde ich dir auch raten.

Ist KERAZUL eine dauerhafte Glättung?

Nein, und das solltest du vorher wissen. Es ist eine Keratin-Glättung, die das Haar für eine Weile bändigt und glättet – keine chemische Umformung für immer. Meine natürliche Welle kam nach rund drei Monaten am Ansatz zurück. Danach kann man die Behandlung einfach wiederholen.

Kann ich KERAZUL bei gefärbtem oder blondiertem Haar anwenden?

Ich habe meine Längen gefärbt und hatte keine Probleme. Wichtig ist die Temperatur beim Glätten: Bei blondiertem oder stark strapaziertem Haar würde ich runtergehen, eher Richtung 180 °C statt 220 °C, um die Spitzen zu schonen.

Braucht man das Smoothing Shampoo und den Conditioner danach wirklich?

Aus meiner Erfahrung ja. Der eigentliche „Wow-Moment“ kam bei mir erst nach der ersten Wäsche damit. Sie sind sulfatfrei und erneuern den glättenden Effekt bei jeder Wäsche ein kleines bisschen. Beim Komplett-Set sind sie zum Glück gleich dabei.

Für wen ist KERAZUL eher nichts?

Für alle, die eine dauerhafte, brettglatte Glättung erwarten – der Effekt verblasst nach Monaten. Für Menschen ohne Geduld für einen zweistündigen Ablauf. Für sehr geruchsempfindliche Menschen ohne Möglichkeit zu lüften. Und für alle, die von Natur aus glattes, feines Haar haben und Frizz gar nicht kennen.

Lohnt es sich im Vergleich zum Friseur?

Für mich ja. Beim Friseur habe ich früher ein Vielfaches gezahlt und musste die Behandlung regelmäßig auffrischen lassen. Das komplette KERAZUL Set war deutlich günstiger, das Ergebnis für mich mindestens genauso gut, und es hat rund drei Monate gehalten. Der einzige „Preis“ ist die Zeit und Mühe, die du selbst investierst.

Leser-Erfahrungen

Kommentieren
  • Sandra M. · Mai 2026

    Jahrelang Frizz, deshalb war ich skeptisch. Nach der ersten Anwendung waren meine Haare wirklich glatter – nicht brettglatt, aber morgens deutlich schneller fertig. So ehrlich wie hier habe ich es selten gelesen.

  • Petra L. · April 2026

    Der Geruch während der Anwendung war grenzwertig, ohne offenes Fenster ging es bei mir nicht. Das Ergebnis hält bei mir gut zwei Monate, dann fange ich am Ansatz wieder an.

  • Miriam K. · Juni 2026

    Kurze Frage: Hast du es auch bei gefärbten Haaren gemacht? Meine sind blondiert und ich habe etwas Sorge, dass es zu viel wird.

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